Herkunft
Woher kommt er?
Der Havaneser gehört zur Familie der Bichons, neben dem Malteser, dem Bologneser und dem Bichon frisé. Seine mediterranen Vorfahren sollen Anfang des 18. Jahrhunderts von italienischen und spanischen Seefahrern nach Kuba gebracht worden sein. Die Rasse entwickelte sich anschließend auf der Insel und erhielt den Namen ihrer Hauptstadt, Havanna. Die Fédération Cynologique Internationale erkannte sie im September 1963 endgültig an, unter der Standardnummer 250.
Erscheinungsbild
Wie sieht er aus?
Der Bichon Havanais ist ein kleiner, kräftiger Hund, kurzbeinig, dessen Körper leicht länger als hoch ist. Seine obere Linie ist gerade, seine Kruppe geneigt und seine Rippen gut gewölbt. Sein Kopf von mittlerer Länge trägt große, mandelförmige dunkelbraune Augen und hoch angesetzte, hängende und befederte Ohren. Seine Rute, reichlich behaart, wird sichelförmig getragen oder über dem Rücken eingerollt. Sein Deckhaar ist lang, reichlich, weich und vorzugsweise gewellt, während die Unterwolle wenig entwickelt oder fehlend ist. Das Haarkleid kann weiß, falbfarben, schwarz, braun oder rötlichbraun sein, einfarbig oder mit vom Standard zugelassenen Flecken gezeichnet.
Wesen
Temperament und Wesen
Anhänglich, fröhlich und sehr gesellig ist der Bichon Havanais vor allem ein ausgezeichneter Begleithund. Wach und aufmerksam, weiß er eine Anwesenheit zu melden, ohne einen starken Wachinstinkt zu zeigen. Sein verspieltes Temperament und seine clownhafte Art machen ihn zu einem von Kindern geschätzten Partner. Er sucht die Nähe seiner Familie und verträgt längere Einsamkeit schlecht.
Zusammenleben
Zusammenleben mit Kindern und Tieren
Zu Hause bleibt er gern in der Nähe seiner Besitzer und passt sich gut an das Leben in einer Wohnung an. Tägliche Spaziergänge, Spiele und Aufmerksamkeit reichen in der Regel aus, um seine Bedürfnisse zu erfüllen, auch wenn er einen gesicherten Außenbereich ebenfalls schätzt. Wenig sportlich, aber sehr verspielt, braucht er regelmäßige Interaktionen und ein präsentes Familienleben, um ausgeglichen zu bleiben.
Erziehung
Erziehung und Sozialisierung
Intelligent, aufmerksam und gern verspielt, lernt der Bichon Havanais recht leicht, wenn die Trainingseinheiten kurz, konsequent und positiv sind. Spiel, maßvolle Belohnungen und Sanftheit bringen bessere Ergebnisse als Strafen. Eine frühe Sozialisierung und ein schrittweises Erlernen des Alleinseins sind wichtig, ebenso wie Konsequenz, um zu vermeiden, dass sein Charme zu zu viel Nachgiebigkeit führt.
Kosten
Preis und Kosten für den Havaneser
Der Anschaffungspreis variiert je nach Ruf der Zucht, der Qualität der Linie, den Gesundheitsuntersuchungen der Eltern, der Eintragung ins LOF und der Bestimmung des Welpen. Das Budget muss auch die Pflege, die Ernährung und die regelmäßige Fellpflege berücksichtigen.
Kosten im Detail ansehenGesundheit
Gesundheit auf einen Blick
Der Bichon Havanais ist im Allgemeinen robust und verfügt über eine gute Lebenserwartung. Wie bei vielen kleinen Hunden sollte den Kniescheiben und der Mund- und Zahnhygiene besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Eine ausgewogene Ernährung, ein stabiles Gewicht, vorbeugende Pflege und eine regelmäßige tierärztliche Betreuung tragen dazu bei, seine Gesundheit zu erhalten.
Vorsorge und wichtige HinweiseErnährung
Richtig füttern
Eine vollständige, ausgewogene und an einen Hund kleinen Formats angepasste Ernährung deckt seine Bedürfnisse und erhält gleichzeitig sein Gewicht. Die Ration muss das Alter, die Aktivität, den Körperzustand und die Energiedichte des Futters berücksichtigen.
Unsere ErnährungstippsSchon gewusst?
Wissenswertes und Beliebtheit
Der Name der Rasse erinnert an Havanna, doch ihre ältesten Wurzeln liegen an den spanischen und italienischen Küsten des Mittelmeers. Er wird auch Seidenhund von Havanna genannt, in Anlehnung an sein langes, weiches und leichtes Fell. Trotz seines raffinierten Erscheinungsbildes gilt er als robust und in der Lage, sich an unterschiedliche Umgebungen anzupassen.




