Ursprung
Woher kommt er?
Der Bichon Maltais gehört zu einer sehr alten Rasse, die bereits in der Antike bekannt war. Aristoteles erwähnte kleine Hunde, die "canes melitenses" genannt wurden. Sein Name wäre eher mit dem phönizischen Begriff "màlat" verbunden, der Zuflucht oder Hafen bedeutet, als mit der Insel Malta. Seine Vorfahren lebten rund um die Häfen des zentralen Mittelmeers und auf Schiffen, wo sie Nagetiere jagten. Sehr geschätzt von römischen Damen, dann in Werken von Rubens und Goya in der Renaissance dargestellt, hat er sich nach und nach als Schoß- und Begleithund durchgesetzt. Die FCI erkennt die Rasse seit 1955 unter der Nummer 65 an.
Aussehen
Wie sieht er aus?
Der Bichon Maltais ist ein kleiner, eleganter Hund mit stolz getragenem Kopf. Sein Körper, schmal und länglich, ruht auf muskulösen Gliedmaßen mit kräftigem Knochenbau. Der Kopf ist ziemlich breit, mit flachem Schädel, kleinen, sehr dunklen runden Augen und dreieckigen Hängeohren, hoch angesetzt und reichlich mit Haar bedeckt. Sein weißes, manchmal blass elfenbeinfarbenes Haarkleid besteht aus sehr langem, dichtem, glänzendem, geradem und seidigem Haar, das die Widerristhöhe überschreiten kann. Die Rute ist kurz und herabhängend.
Charakter
Temperament und Charakter
Verspielt, sanft und sehr anhänglich knüpft der Malteser Bichon eine enge Bindung zu seinem Herrchen. Intelligent, lebhaft und wenig unabhängig, sucht er gern Streicheleinheiten und die Nähe seiner Familie. Er verträgt längere Abwesenheiten schlecht und kann nach langer Einsamkeit empfindlich reagieren. Wenig zur Wachsamkeit geneigt, schätzt er in der Regel Artgenossen und andere Tiere. Er eignet sich gut für respektvolle Kinder, aber seine geringe Größe macht es erforderlich, grobe Handhabungen zu vermeiden.
Zusammenleben
Zusammenleben mit Kindern und Tieren
Angenehm sowohl in der Stadt als auch auf dem Land zu halten, passt sich der Bichon Maltais besonders gut an das Leben in der Wohnung an, vorausgesetzt, er profitiert von regelmäßigen Ausgängen, Spielen und täglichen Interaktionen. Er liebt Spaziergänge und kann an verschiedenen, seiner Größe angepassten Aktivitäten teilnehmen. Seine Familie muss verfügbar sein, da er die menschliche Nähe sehr sucht und Einsamkeit nur schwer toleriert. Sein Fell erfordert außerdem eine tägliche Pflegeroutine.
Erziehung
Erziehung und Sozialisierung
Die Erziehung muss früh beginnen, mit klaren, konsequenten und wohlwollenden Regeln, um launisches Verhalten oder eine übermäßige Abhängigkeit zu vermeiden. Sehr intelligent, lernt der Bichon Maltais leicht, auch wenn sein Gehorsam ungleichmäßig sein kann. Man muss ihm insbesondere schrittweise beibringen, für kurze Zeiträume allein zu bleiben. Positive Verstärkung, kurze Einheiten und passende Belohnungen liefern gute Ergebnisse.
Budget
Preis & Budget für Malteser
Der Anschaffungspreis variiert je nach Qualität der Zucht, dem Stammbaum, der Übereinstimmung mit dem Standard, der Linie, dem Alter und der Bestimmung des Hundes. Zum Anfangsbudget müssen die Gesundheits-, Futter- und Pflegekosten hinzugefügt werden, die mit seinem langen Fell verbunden sind.
Kosten im Detail ansehenGesundheit
Gesundheit auf einen Blick
Trotz seines kleinen Formats ist der Malteser-Bichon im Allgemeinen robust und wird nur selten krank. Dennoch muss seinen Augen, seinem Gebiss, seinem Zahnfleisch, seinen Kniescheiben und seiner Luftröhre besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Regelmäßige vorbeugende Pflege, eine gute Mund- und Zahnhygiene sowie eine tierärztliche Betreuung tragen dazu bei, seine Lebensqualität dauerhaft zu erhalten.
Vorsorge & wichtige HinweiseErnährung
Richtig füttern
Der Malteser Bichon benötigt eine vollständige, leicht verdauliche und an Hunde kleiner Größe angepasste Ernährung. Die Ration muss sein Alter, sein Gewicht und seine Aktivität berücksichtigen, um seine Vitalität zu unterstützen und gleichzeitig Übergewicht vorzubeugen.
Unsere ErnährungstippsWussten Sie schon?
Anekdoten und Beliebtheit
In der Antike erwähnte Aristoteles bereits einen kleinen Hund namens „canes melitenses“. Der Bichon Maltais erscheint ebenfalls in Gemälden von Rubens und Goya. In jüngerer Zeit erhielt Bernadette Chirac von ihrem Enkel Martin einen Bichon Maltais namens Sumo. Jacques Chirac erhielt anschließend von Michel Drucker eine Hündin derselben Rasse, die Sumette getauft wurde.




