Ursprung
Woher kommt er?
Alte Rasse, die um das XIV. Jahrhundert erschien, soll der Bichon à poil frisé aus Kreuzungen zwischen dem Barbet und kleinen Bichons hervorgegangen sein, insbesondere dem Malteser. Lange Zeit Bichon de Ténériffe genannt, kommt er im XVI. Jahrhundert nach Frankreich und begeistert die Höfe von François Ier und dann von Henri III. Seine Popularität nimmt anschließend ab, aber ein belgischer Züchter trägt dazu bei, die Rasse nach dem Zweiten Weltkrieg zu bewahren. Die Fédération Cynologique Internationale erkennt ihn endgültig am 28. Oktober 1959 unter der Standardnummer 215 an.
Aussehen
Wie sieht er aus?
Der Bichon à poil frisé ist ein kleiner, harmonischer Hund mit stolzer Kopfhaltung und lebhaftem Ausdruck. Sein Schädel ist eher flach, sein Stop wenig ausgeprägt und seine runde Nase tiefschwarz. Seine dunklen, runden Augen bilden einen Kontrast zu seinem reinweißen Haarkleid. Die feinen, hängenden Ohren sind mit langen, lockigen Haaren bedeckt. Der Körper zeigt eine breite und muskulöse Lende, eine entwickelte Brust und einen aufgezogenen Bauch. Die Rute, leicht unterhalb der Rückenlinie angesetzt, wird hoch und gebogen getragen, ohne sich einzurollen. Sein Haar, 7 bis 10 cm lang, ist fein, seidig, geschmeidig und korkenzieherartig, niemals glatt noch schnurartig.
Charakter
Temperament und Charakter
Lebhaft, fröhlich, verspielt und sehr an seine Familie gebunden, sucht der Bichon frisé gerne die Nähe des Menschen. Er kann sich auch zu Hause ruhig zeigen und versteht sich in der Regel sehr gut mit Kindern sowie mit anderen Tieren, wenn er richtig sozialisiert ist. Wenig unabhängig und ohne einen echten Wachinstinkt erfüllt er vor allem die Rolle eines Begleithundes.
Zusammenleben
Zusammenleben mit Kindern und Tieren
Dieser kleine Hund passt sich sehr gut an das Leben in einer Wohnung ebenso wie an ein Haus mit eingezäuntem Garten an, vorausgesetzt, er lebt in der Nähe seiner Besitzer. Er verträgt lange Phasen der Einsamkeit schlecht und kann ängstlich werden, wenn die Abwesenheiten nicht schrittweise vorbereitet werden. Ein täglicher Spaziergang, Spiele und Aktivitäten im Innenbereich reichen in der Regel für sein Gleichgewicht aus, trotz seines lebhaften und verspielten Temperaments.
Erziehung
Erziehung und Sozialisierung
Der Bichon à poil frisé ist sanft, folgsam und intelligent. Seine Erziehung bleibt für einen Anfänger als Besitzer zugänglich, wenn sie früh beginnt und Beständigkeit, Sanftheit und klare Regeln verbindet. Positive Methoden, kurze Einheiten und Belohnungen erhalten seine Motivation. Vorrangig sind die Stubenreinheit, der Rückruf, das Gehen an der Leine und das schrittweise Erlernen des Alleinseins zu trainieren, ohne all seinen Aufforderungen nachzugeben.
Budget
Preis & Budget für Bichon Frisé
Der Anschaffungspreis variiert je nach Ruf der Zucht, der Qualität der Linie, den an den Zuchttieren durchgeführten Gesundheitsuntersuchungen, dem Stammbaum und der Bestimmung des Welpen. Ein stimmiger Preis sollte mit transparenten Informationen über die Eltern, die Sozialisierung und die tierärztliche Betreuung einhergehen.
Kosten im Detail ansehenGesundheit
Gesundheit auf einen Blick
Der Bichon frisé verfügt über eine insgesamt robuste Konstitution und eine gute Lebenserwartung. Er weist dennoch bekannte Prädispositionen auf, die insbesondere die Gelenke und die Augen betreffen. Eine regelmäßige tierärztliche Betreuung, eine gute Mund- und Zahnhygiene sowie die Aufrechterhaltung eines stabilen Gewichts tragen dazu bei, seine Gesundheit zu erhalten.
Vorsorge & wichtige HinweiseErnährung
Richtig füttern
Ein vollständiges Futter für Hunde kleiner Größe ist für den Bichon à poil frisé geeignet. Es muss hochwertige tierische Proteine, eine angepasste Energiedichte und Nährstoffe liefern, die Haut, Fell und die Mund- und Zahngesundheit fördern.
Unsere ErnährungstippsWussten Sie schon?
Anekdoten und Beliebtheit
Früher Bichon von Teneriffa genannt, wurde er besonders an den französischen Königshöfen der Renaissance geschätzt. Sein ausschließlich reinweißes Fell und seine korkenzieherartigen Locken verleihen ihm eine sofort erkennbare Silhouette. Die Rasse stand kurz vor dem Niedergang, bevor sie insbesondere dank der Arbeit eines belgischen Züchters nach dem Zweiten Weltkrieg gerettet wurde.




