Ursprung
Woher kommt er?
Der Wachtelhund, auch Deutscher Wachtelhund genannt, ist ein alter deutscher Stöberhund, dessen strukturierte Zucht im XIXe Jahrhundert beginnt. Der Rüde Lord Augusta 1834 L, aus Oberbayern stammend, gilt als einer der Begründer der modernen Rasse. Die ersten Linien waren hauptsächlich braun, dann entwickelten sich die schimmel, oder braunschimmel, Hunde. Rudolf Friess spielte eine wichtige Rolle bei der Festigung und Unterscheidung dieser Varietäten. Die Rasse wurde 1954 von der FCI unter der Nummer 104 anerkannt.
Aussehen
Wie sieht er aus?
Der Wachtelhund ist ein mittelgroßer Hund, kräftig, muskulös und leicht länger als hoch, ohne Schwerfälligkeit. Sein länglicher Kopf trägt flache, hängende und hoch angesetzte Ohren, bedeckt mit welligem Haar. Seine dunkelbraunen Augen drücken Lebhaftigkeit und Selbstsicherheit aus. Das Haar, verbunden mit einer dichten Unterwolle, ist mittellang bis lang, gut anliegend, wellig bis lockig und reichlicher an den Ohren, am Hals, an den Gliedmaßen, am Bauch und an der Rute. Das Haarkleid ist einfarbig braun oder rot mit möglichen weißen Abzeichen, oder brauner oder roter Schimmel mit Weiß gemischt.
Charakter
Temperament und Charakter
Liebenswürdig, selbstsicher und folgsam gegenüber seinem Führer, besitzt der Wachtelhund ein energisches und leidenschaftliches Temperament. Er ist normalerweise weder ängstlich noch aggressiv, aber sein Jagdinstinkt ist sehr ausgeprägt. Ausdauernd auf der Fährte, mit feiner Nase und guter Eignung für die Arbeit im Wasser, kann er sich unabhängig zeigen, wenn ihn eine Spur anzieht. Seine Sozialisierung hängt von einer frühen Sozialisierung und einer konsequenten Führung seiner Instinkte ab.
Zusammenleben
Zusammenleben mit Kindern und Tieren
Im Alltag braucht der Wachtelhund lange Ausläufe, abwechslungsreiches Gelände und Aufgaben, die seinen Geruchssinn fordern. Er schätzt das Familienleben nach ausreichender Auslastung, verträgt aber Untätigkeit und Tage in geschlossenen Räumen schlecht. Bei der Arbeit gibt er bereitwillig Laut und kann Niederwild verfolgen. Ein Haus mit einem gesicherten Außenbereich passt besser zu ihm als eine Wohnung, ohne die täglichen körperlichen und geistigen Aktivitäten zu ersetzen.
Erziehung
Erziehung und Sozialisierung
Der Wachtelhund lernt gern, wenn er die Aufgabe versteht, und pflegt eine solide Beziehung zu seinem Führer. Seine Erziehung muss früh beginnen, fest, ruhig und positiv bleiben, ohne Brutalität. Der Rückruf, das Anhalten auf Befehl, das Gehen an der Schleppleine und der Verzicht gegenüber dem Wild sind vorrangig. Fährten-, Apportier- und Suchübungen lenken seine natürlichen Anlagen sinnvoll. Seine Kraft, seine Zähigkeit und seine Selbstständigkeit machen ihn weniger geeignet für einen völlig unerfahrenen Halter.
Budget
Preis & Budget für Wachtelhund
Der Preis eines Wachtelhunds hängt von der Seltenheit der Würfe, der Qualität der Arbeitslinien, dem Stammbaum, den Ergebnissen der Zuchttiere und den Gesundheitsuntersuchungen ab. Man muss auch mögliche Reisekosten berücksichtigen, um eine spezialisierte Zucht zu finden, sowie das langfristige Budget im Zusammenhang mit Aktivität, Ausrüstung und tierärztlicher Betreuung.
Kosten im Detail ansehenGesundheit
Gesundheit auf einen Blick
Der Wachtelhund ist im Allgemeinen robust und ausdauernd, mit einer Konstitution, die an die Arbeit im Wald, im Gestrüpp und im Wasser angepasst ist. Eine sorgfältige Auswahl und eine regelmäßige tierärztliche Kontrolle bleiben notwendig, insbesondere für die Gelenke, die Ohren und die Haut. Seine intensive Aktivität setzt ihn auch Verletzungen, Parasiten und Fremdkörpern nach den Ausflügen aus.
Vorsorge & wichtige HinweiseErnährung
Richtig füttern
Die Ernährung des Wachtelhundes muss die Bedürfnisse eines mittelgroßen, muskulösen und sehr aktiven Hundes abdecken, ohne ein zu schnelles Wachstum oder eine Gewichtszunahme zu begünstigen. Energiedichte und Menge sind an das tatsächliche Arbeitsniveau, das Alter, die Jahreszeit, die Kastration und den Körperzustand anzupassen.
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Anekdoten und Beliebtheit
Das deutsche Wort Wachtel bedeutet Wachtel, was seinen alten Spitznamen Deutscher Wachtelhund erklärt. In Frankreich ist die Rasse auch unter dem Namen Deutscher Oyselhund bekannt. Der Wachtelhund wird in seinem Herkunftsland vor allem von Jägern gezüchtet und bleibt als reiner Begleithund relativ selten. Seine zwei traditionellen Varietäten, braun und Schimmel, wurden lange Zeit getrennt selektiert.




