Ursprung
Woher kommt er?
Der Kishu stammt aus den Bergregionen von Kishu, die sich über die Präfekturen Wakayama und Mie in Japan erstrecken. Als ehemaliger Jagdhund für die Hirschjagd wurde er anschließend vor allem für die Wildschweinjagd selektiert. Die Rasse wurde 1934 zum Naturdenkmal erklärt und am 1. Februar 1982 von der Fédération Cynologique Internationale endgültig anerkannt.
Aussehen
Wie sieht er aus?
Der Kishu ist ein mittelgroßer Hund, robust, kompakt und gut proportioniert. Sein Kopf ist eher quadratisch geformt, mit einer breiten Stirn, einem kräftigen Fang und starken Kiefern. Seine kleinen dreieckigen Ohren sind gut aufgerichtet und leicht nach vorne geneigt. Seine hoch angesetzte Rute wird sichelförmig oder eingerollt getragen. Das Fell ist kurz, gerade und rau, mit einer weichen und dichten Unterwolle. Das Haarkleid kann weiß, sesamfarben oder rot sein.
Charakter
Temperament und Charakter
Der Kishu ist ein wachsamer, energischer, folgsamer und zugleich ruhiger Hund. Ausdauernd, treu und loyal entwickelt er eine starke Bindung zu seinem Herrchen. Sein nüchterner und aufmerksamer Charakter macht ihn zu einem angenehmen Begleiter, doch sein Wesen als Jagdhund bewahrt ihm eine gewisse Unabhängigkeit und einen ausgeprägten Instinkt.
Zusammenleben
Zusammenleben mit Kindern und Tieren
Im Alltag zeigt sich der Kishu in Innenräumen ruhig, wenn er ausreichend ausgelastet ist, aber er bleibt ein aktiver Hund, der regelmäßige Ausgänge braucht. Er kann in einer Wohnung mit 3 bis 4 Spaziergängen pro Tag leben, auch wenn er deutlich bevorzugt, über einen eingezäunten Außenbereich zu verfügen. Er schätzt Routine, körperliche Aktivität und ein stabiles Umfeld.
Erziehung
Erziehung und Sozialisierung
Die Erziehung des Kishu muss früh beginnen, mit einem zugleich sanften, konsequenten und festen Ansatz, ohne Machtkampf. Seine Sensibilität und seine Unabhängigkeit erfordern einen ruhigen Halter, der in der Lage ist, klare Orientierungspunkte zu setzen und die Sozialisierung schon im jüngsten Alter zu erarbeiten. Regelmäßigkeit bringt bessere Ergebnisse als Zwang.
Budget
Preis & Budget für Kishu
Der Kishu bleibt eine seltene Rasse, deren Kaufpreis vor allem die Seltenheit der Würfe, die Auswahl der Zuchttiere und die Seriosität der Zucht widerspiegelt. Es ist wichtig, eine Zucht zu bevorzugen, die in Bezug auf Gesundheit, Charakter und Sozialisierung transparent ist.
Kosten im Detail ansehenGesundheit
Gesundheit auf einen Blick
Der Kishu ist insgesamt ein robuster und widerstandsfähiger Hund, wenn er von einer guten Lebenshygiene, einer angepassten Ernährung und regelmäßiger Aktivität profitiert. Sein Gesundheitsprofil ist für eine Rasse dieser Größe eher günstig, aber eine normale tierärztliche Betreuung bleibt wichtig.
Vorsorge & wichtige HinweiseErnährung
Richtig füttern
Der Kishu benötigt eine vollständige und leicht verdauliche Ernährung, angepasst an sein Alter, sein Gewicht und sein Aktivitätsniveau. Die Qualität der Zutaten und die Regelmäßigkeit der Mahlzeiten zählen mehr als eine reichliche Ration.
Unsere ErnährungstippsWussten Sie schon?
Anekdoten und Beliebtheit
Der Kishu gehört zu den traditionellen japanischen Rassen vom Spitz-Typ. Seine edle Silhouette, sein eleganter Ausdruck und seine Geschichte als Gebirgsjagdhund machen ihn zu einer Rasse, die zugleich robust und raffiniert ist. Einfarbige Fellfarben wurden ab den 1930er Jahren bevorzugt, was rote oder sesamfarbene Exemplare seltener gemacht hat.




