Ursprung
Woher kommt er?
Der Anatolische Hirtenhund ist eine sehr alte türkische Rasse von Herdenschutzhunden, die dafür selektiert wurde, Raubtiere abzuschrecken und lange Strecken auf den anatolischen Hochebenen zurückzulegen. Er soll von kräftigen Jagdhunden aus Mesopotamien abstammen. Seine Merkmale haben sich je nach Klima, sesshafter oder nomadischer Lebensweise und der geforderten Arbeit entwickelt. Die Fédération Cynologique Internationale hat die Rasse am 6. Juni 1989 endgültig anerkannt.
Aussehen
Wie sieht er aus?
Der Anatolische Schäferhund ist ein Hund von sehr großer Größe, kräftig, robust und dennoch schnell und elegant. Sein kräftiger und ziemlich breiter Kopf bleibt im Verhältnis zum Körper, mit einem leicht gewölbten Schädel. Seine dreieckigen Ohren mit abgerundeten Spitzen hängen an den Wangen herab. Seine kleinen, weit auseinanderstehenden Augen reichen von goldfarben bis braun. Der Körper ist muskulös, der Rücken eher kurz, die Brust gut abgesenkt und der Bauch aufgezogen. Die hoch angesetzte Rute reicht bis zum Sprunggelenk und rollt sich über den Rücken, wenn der Hund aufmerksam ist. Das kurze oder mittellange Haar ist dicht, mit einer dicken Unterwolle, am Hals, an den Schultern und an den Oberschenkeln reichlicher. Das Haarkleid ist oft sandfarben, mit oder ohne Maske, obwohl alle Farben zugelassen sind.
Charakter
Temperament und Charakter
Ausgeglichen, loyal und selbstsicher zeigt sich der Anatolische Schäferhund seinem Herrchen und seiner Familie gegenüber anhänglich, aber gegenüber Fremden zurückhaltend und misstrauisch. Sein Schutzinstinkt ist sehr ausgeprägt. Intelligent, ruhig und unabhängig ist er normalerweise nicht ohne Grund aggressiv, verteidigt jedoch sein Zuhause und die Seinen mit Entschlossenheit.
Zusammenleben
Zusammenleben mit Kindern und Tieren
Im Alltag braucht dieser große Hund Platz, Anwesenheit und eine regelmäßige Aktivität. Er schätzt ein Leben im Freien auf einem großen und korrekt eingezäunten Grundstück, wobei er dennoch enge Kontakte zu seiner Familie beibehält. Zwei lange tägliche Spaziergänge tragen zu seinem Gleichgewicht bei. Seine Kraft, seine Unabhängigkeit und seine Wachsamkeit machen ihn für das Leben in einer Wohnung ungeeignet.
Erziehung
Erziehung und Sozialisierung
Seine Erziehung muss früh beginnen, mit Beständigkeit, ruhiger Konsequenz und Respekt. Intelligent, aber manchmal stur, kooperiert er besser mit einem konsequenten Halter, der gutes Verhalten wertschätzt. Eine intensive Sozialisierung von klein auf ist unerlässlich, um ihm beizubringen, Menschen, Tiere und neue Situationen gelassen zu tolerieren. Die Kontrolle des Bellens und die Grundlagen des Gehens an der Leine sind ebenfalls vorrangig.
Budget
Preis & Budget für Anatolischer Hirtenhund
Der Anschaffungspreis variiert je nach Linie, der Qualität der Sozialisierung, den durchgeführten Gesundheitsuntersuchungen, dem Ruf der Zucht und dem Verwendungszweck des Hundes. Die jährlichen Kosten sind aufgrund seiner großen Statur hoch, insbesondere für Futter und Pflege.
Kosten im Detail ansehenGesundheit
Gesundheit auf einen Blick
Rustikal und insgesamt robust, profitiert der Anatolische Schäferhund von einem doppelten Fell, das ihn sowohl vor Kälte als auch vor Hitze schützt. Wie alle großformatigen Hunde benötigt er dennoch eine aufmerksame Überwachung seiner Gelenke, seines Wachstums und seines Gewichts.
Vorsorge & wichtige HinweiseErnährung
Richtig füttern
Seine Ernährung muss vollständig, ausgewogen und an sein großes Format, sein Alter, sein tatsächliches Gewicht und sein Aktivitätsniveau angepasst sein. Das Wachstum des Welpen muss regelmäßig und kontrolliert bleiben, um seine Gelenke zu schützen.
Unsere ErnährungstippsWussten Sie schon?
Anekdoten und Beliebtheit
Die Rasse ist auch unter den Namen Kangal, Karabash, Coban Köpegi und Anatolian Shepherd Dog bekannt. Als Arbeitshund par excellence hat sich sein Typ im Laufe der Zeit an das Klima, die Lebensweise der Züchter und die ihm auf den anatolischen Hochebenen übertragenen Aufgaben angepasst.




