Ursprung
Woher kommt er?
Der Chausie ist eine Hybridrasse, die aus der Kreuzung zwischen einer Hauskatze und dem Chaus, Felis chaus, hervorgegangen ist, einem mit dem alten Ägypten verbundenen Feliden, der auf Pharaonengräbern dargestellt ist. Die moderne Rasse erscheint in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, insbesondere in Nordamerika und in Südostasien. Auch Abessinier haben an seiner Entstehung mitgewirkt. Die Züchter suchten eine Katze mit exotischem Aussehen, aber mit einem sanfteren und fügsameren Charakter. Das LOOF erkennt den Chausie seit 2003 an.
Aussehen
Wie sieht er aus?
Der Chausie besitzt einen langen, kräftigen, schlanken und muskulösen Körper, getragen von langen und robusten Beinen, die an Laufen und Springen angepasst sind. Sein dreieckiger und länglicher Kopf, mit ausgeprägten Wangenknochen, kräftigem Kinn und abgerundeter Schnauze, erinnert an einen kleinen Puma. Seine großen Ohren, an der Basis breit und leicht abgerundet, können eine kleine Haarquaste tragen. Seine großen, nussförmigen oder ovalen Augen reichen von Gold bis Gelb, wobei je nach Fellfarbe auch Hellgrün und Haselnuss zugelassen sind. Sein relativ kurzer Schwanz reicht höchstens bis zum Sprunggelenk. Das kurze bis mittellange, seidige und eng am Körper anliegende Fell weist ein ausgeprägtes Ticking auf. Die zugelassenen Farben sind einfarbig Schwarz, brown ticked tabby und schwarz silver tipped.
Charakter
Temperament und Charakter
Trotz seiner wilden Ursprünge ist der Chausie zu einer geselligen, sanften und folgsamen Katze geworden. Sehr intelligent, verspielt, aktiv und sportlich, schätzt er Streicheleinheiten und sucht viel die Aufmerksamkeit seines Besitzers. Er verträgt Einsamkeit schlecht und kann stur oder unbekümmert wirken, wenn er sich vernachlässigt fühlt. Er lebt gerne mit Artgenossen und anderen Tieren zusammen, aber seine Kraft und Impulsivität erfordern eine Aufsicht in der Nähe von Babys und sehr jungen Kindern.
Zusammenleben
Zusammenleben mit Kindern und Tieren
Der Chausie braucht Platz, Aktivität und zahlreiche Klettermöglichkeiten. Ein großes Haus, idealerweise mit einem gesicherten Garten, passt besser zu seinem abenteuerlustigen Temperament als eine kleine Wohnung. Er erkundet gerne seine Umgebung und kann draußen nach Beute suchen. Zerbrechliche Gegenstände sollten außerhalb seines Spielbereichs platziert werden. Seine Familie muss verfügbar sein und ihm jeden Tag Zeit widmen.
Erziehung
Erziehung und Sozialisierung
Seine Erziehung muss früh beginnen, mit Geduld, Beständigkeit und Sanftheit. Man muss ihm insbesondere beibringen, seine Krallen zu kontrollieren, ihm Aktivitäten anbieten, die seiner Intelligenz entsprechen, und seine Energie ohne Konfrontation kanalisieren. Sein Besitzer muss die Bedürfnisse von Katzen kennen oder bereit sein, schnell zu lernen, denn der Chausie verlangt Zeit und ist nicht die einfachste Wahl für einen Neuling.
Budget
Preis & Budget für Chausie
Der Anschaffungspreis variiert je nach Zucht, Linie, Hybridgeneration, Stammbaum und der Übereinstimmung der Katze mit dem Standard. Das von der Quelle angegebene jährliche Unterhaltsbudget liegt zwischen 300 und 500 Euro.
Kosten im Detail ansehenGesundheit
Gesundheit auf einen Blick
Der Chausie ist insgesamt robust, kann jedoch eine Verdauungsempfindlichkeit und Nahrungsmittelallergien aufweisen, insbesondere gegen Gluten bei einigen Individuen. Eine progressive Atrophie der Netzhaut wird ebenfalls gemeldet. Ein regelmäßiger Tierarztbesuch und eine angepasste Impfprävention bleiben unerlässlich.
Vorsorge & wichtige HinweiseErnährung
Richtig füttern
Der Chausie kann bestimmte industriell hergestellte Futtermittel mit Getreide schlecht vertragen. Eine hochwertige, proteinreiche Ernährung, die gut an seine Verdauungsempfindlichkeit angepasst ist, ist zu bevorzugen, mit einer aufmerksamen Überwachung seiner individuellen Verträglichkeit.
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Anekdoten und Beliebtheit
Der Chausie verdankt seinen Namen dem Chaus, oder Felis chaus, einem seiner wilden Vorfahren. Sein Aussehen als kleiner Wildkater steht im Kontrast zu einem Temperament, das im Laufe der Selektion gesellig und anhänglich geworden ist. Das LOOF erkennt die Rasse seit 2003 an.




