Ursprung
Woher kommt er?
Die Ursprünge des Broholmer reichen bis ins Mittelalter zurück, als seine Vorfahren insbesondere für die Hirschjagd eingesetzt wurden. Er soll von Hunden abstammen, die von den Wikingern nach Dänemark gebracht und anschließend mit mastiffartigen Hunden aus Deutschland gekreuzt wurden. Nach seiner Verwendung bei der Jagd zeichnete er sich als Wächter großer Anwesen und Herrenhäuser aus. Die strukturierte Zucht der Rasse begann Ende des XVIIIe Jahrhunderts unter dem Antrieb des Grafen von Sehested de Broholm, dem sie ihren Namen verdankt. Nach dem Zweiten Weltkrieg fast verschwunden, wurde der Broholmer ab Mitte der 1970er Jahre mit Unterstützung des dänischen Kennel Clubs wieder aufgebaut. Die FCI erkannte ihn endgültig am 26. Mai 1982 unter der Nummer 315 an, und sein gültiger offizieller Standard wurde am 26. Juni 2000 veröffentlicht. Die Rasse wird außerdem vom AKC und vom UKC anerkannt.
Aussehen
Wie sieht er aus?
Der Broholmer ist eine riesige, massige und starkknochige Dogge, deren rechteckige Silhouette Kraft und Eleganz vereint. Sein Körper, länger als hoch, zeigt einen kräftigen Hals, eine gerade Oberlinie, einen ausgeprägten Widerrist, einen eher langen Rücken, eine mäßig abfallende Kruppe und eine tiefe Brust. Sein dreieckiger Kopf ist massiv, breit und schwer, mit einem eher flachen Schädel, einem kräftigen Fang, einer großen schwarzen Nase und Scheren- oder Zangengebiss. Seine Ohren, mittelgroß und hoch angesetzt, hängen an den Wangen herab. Seine runden Augen, von mittlerer Größe, reichen von hellem Bernstein bis zu dunklem Bernstein. Seine dicke Rute, ziemlich tief angesetzt, wird in Ruhe hängend getragen und in Aktion bis zur Waagerechten angehoben. Sein kurzes, anliegendes Haar ist mit einer dicken Unterwolle versehen. Das Haarkleid kann falb mit schwarzer Maske, rot, golden oder schwarz sein, mit oder ohne weiße Abzeichen an der Brust und an den Pfoten.
Charakter
Temperament und Charakter
Der Broholmer besitzt ein ausgeglichenes Temperament. Ruhig und freundlich gegenüber seiner Familie zeigt er sich anhänglich, ergeben, selbstsicher und mutig. Sein natürliches Misstrauen gegenüber Fremden und sein Schutzinstinkt machen ihn zu einem wachsamen Wächter, ohne seine Qualitäten als Begleiter zu schmälern. Seine Sozialisierung muss sorgfältig erfolgen, insbesondere mit anderen Tieren.
Zusammenleben
Zusammenleben mit Kindern und Tieren
Im Alltag sucht der Broholmer die Nähe seiner Familie, braucht aber auch Platz und Bewegungsfreiheit. Er schätzt lange Spaziergänge und Spiele im Freien, doch zu intensive Anstrengungen sollten vermieden werden, um seine Gelenke zu schonen. Er ist nicht für das Leben in einer Wohnung geeignet. Das Landleben passt besonders gut zu ihm, auch wenn er in der Stadt leben kann, sofern er lange und regelmäßige Ausgänge bekommt.
Erziehung
Erziehung und Sozialisierung
Sein erwachsenes Format erfordert eine frühe, konsequente und sehr hochwertige Erziehung. Konsequenz muss stets mit Sanftheit einhergehen, ohne Brutalität. Das Erlernen von Grenzen, des Gehens an der Leine, des Rückrufs und des Handlings hat Priorität, ebenso wie eine schrittweise Sozialisierung an Menschen, Hunde und unterschiedliche Umgebungen.
Budget
Preis & Budget für Broholmer
Der Anschaffungspreis variiert insbesondere je nach Qualität der Selektion, den Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, der Konformität mit dem Standard, der Linie und den vom Züchter gewährten Garantien.
Kosten im Detail ansehenGesundheit
Gesundheit auf einen Blick
Der Broholmer ist ein robuster Hund, dessen allgemeine Gesundheit eher solide ist. Wie andere Riesenhunde benötigt er jedoch eine aufmerksame orthopädische Überwachung sowie vorbeugende Maßnahmen gegen die Magendrehung.
Vorsorge & wichtige HinweiseErnährung
Richtig füttern
Seine Ernährung muss von hoher Qualität sein, vollständig und an seine sehr große Statur, sein Alter und sein Bewegungsniveau angepasst. Während des Wachstums ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich, um eine gleichmäßige Entwicklung ohne Energieüberschuss zu unterstützen.
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Anekdoten und Beliebtheit
Der Name der Rasse stammt vom Gut Broholm und vom Grafen Sehested von Broholm, der Ende des XVIIIe Jahrhunderts eine maßgebliche Rolle bei ihrer Zucht spielte. Der Broholmer ist auch unter dem Namen Danish Mastiff bekannt. Nachdem er nach dem Zweiten Weltkrieg nur knapp dem Aussterben entgangen war, war er in Dänemark über mehrere Jahrzehnte Gegenstand eines Wiederaufbauprogramms.




