Ursprung
Woher kommt er?
Der Finnische Lapplandhirtenhund wurde traditionell von lappischen Hirten eingesetzt, um Rentierherden zu bewachen und zu treiben, eine Aufgabe, bei der sich seine Ausdauer, seine Wachsamkeit und seine Stimme als besonders wirksam erwiesen haben. Die Herausbildung der modernen Rasse hat insbesondere von Einflüssen des Deutschen Schäferhundes und des Collies profitiert. Bereits seit den Jahren 1950 im Zuchtbuch eingetragen, wurde er lange Zeit zusammen mit dem Finnischen Lapphund registriert, bevor die offizielle Trennung der beiden Rassen im Dezember 1992 beschlossen wurde. Die Fédération Cynologique Internationale hat ihn am 13. November 1970 endgültig anerkannt.
Aussehen
Wie sieht er aus?
Der Finnische Lapphund ist ein mittelgroßer Hütehund vom Spitztyp, solide gebaut und muskulös, ohne schwer zu wirken. Sein Körper, deutlich länger als hoch, fügt sich in ein Rechteck mit ausgeprägtem Widerrist, einem kräftigen Rücken, einer kurzen Lende, einer langen und leicht abfallenden Kruppe sowie einer gut herabreichenden Brust. Sein eher langer Kopf trägt einen Fang, der etwas kürzer ist als der Schädel, aufrecht stehende, weit auseinander stehende und sehr behaarte Ohren sowie dunkle ovale Augen mit lebhaftem und demütigem Ausdruck. Seine Rute, tief angesetzt und reichlich behaart, hängt in Ruhe und krümmt sich dann in Aktion. Das gerade, harte und abstehende Haar, von mittlerer bis langer Länge, bedeckt eine feine und dichte Unterwolle. Das Haarkleid zeigt alle Nuancen von Schwarz, einschließlich gräulich oder dunkelbraun, mit helleren Abzeichen am Kopf, an der Unterseite des Körpers und an den Gliedmaßen.
Charakter
Temperament und Charakter
Energisch und voller Elan bei der Arbeit, weiß der Finnische Lapphund sich ruhig, freundlich und folgsam gegenüber seinen Besitzern zu zeigen. Sehr an seine Familie gebunden und bereit zur Zusammenarbeit, versteht er sich in der Regel gut mit Kindern und anderen Tieren, wenn er richtig sozialisiert wurde. Wachsam und von Natur aus stimmfreudig in Aktion, kann er auch effektiv die Rolle eines Wachhundes erfüllen, ohne sein Gleichgewicht oder seine Geselligkeit zu verlieren.
Zusammenleben
Zusammenleben mit Kindern und Tieren
Dieser Arbeitshund braucht Platz, Bewegung und regelmäßige Beschäftigungen. An große Weiten und längere Strecken gewöhnt, gedeiht er nicht in einem beengten oder sesshaften Leben. Lange tägliche Ausflüge, Suchspiele, Gehorsamsübungen und Aktivitäten im Freien helfen ihm, ausgeglichen zu bleiben. Er kann in der Stadt leben, wenn sein Halter sehr verfügbar ist, aber ein Haus mit einem großen eingezäunten Garten entspricht seinen Bedürfnissen deutlich besser.
Erziehung
Erziehung und Sozialisierung
Die Erziehung des Finnischen Lapplandhirten ist dank seines Gehorsams, seiner Intelligenz und seines Wunsches zu gefallen in der Regel gut zugänglich. Sie muss früh beginnen und Sanftheit, Geduld, Konsequenz und eine maßvolle Festigkeit verbinden. Eine abwechslungsreiche Sozialisierung hilft, seine Wachsamkeit und seinen stimmlichen Ausdruck zu kanalisieren. Kurze und dynamische Einheiten, die auf Belohnung und Zusammenarbeit beruhen, erhalten seine Motivation deutlich besser als grobe oder repetitive Methoden.
Budget
Preis & Budget für Finnischer Lapphund
Der Preis eines Finnischen Lapphunds hängt insbesondere von der Linie, der Qualität der gesundheitlichen Betreuung, der Sozialisierung, dem Ruf der Zucht und der Seltenheit der Rasse ab. Die Anschaffungskosten sollten nicht das einzige Auswahlkriterium sein.
Kosten im Detail ansehenGesundheit
Gesundheit auf einen Blick
Der Finnische Lapphund ist ein besonders robuster Hund, bekannt für seine allgemein gute Gesundheit. Sein dichtes Doppelfell schützt ihn wirksam vor Kälte und Unwetter. Der Rassestandard weist nicht auf eine besondere Veranlagung für eine Krankheit hin, aber eine regelmäßige tierärztliche Betreuung bleibt unerlässlich wie bei jedem aktiven Hund.
Vorsorge & wichtige HinweiseErnährung
Richtig füttern
Der Finnische Lapphund benötigt eine vollständige, leicht verdauliche und an sein Alter, sein Gewicht, seinen Körperzustand und sein Aktivitätsniveau angepasste Ernährung. Seine Bedürfnisse können stark variieren zwischen einem mäßig aktiven Begleithund und einem Tier, das arbeitet oder regelmäßig einen Hundesport ausübt.
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Anekdoten und Beliebtheit
Der Finnische Lapplandhirtenhund trägt auch den Namen Lapinporokoira. Seine historische Spezialität ist das Hüten von Rentierherden in den lappländischen Gebieten. Obwohl er früher eine gemeinsame Eintragung mit dem Finnischen Lapphund teilte, ist er heute eine eigenständige Rasse, erkennbar an seiner länglicheren Silhouette und an seinem Profil eines echten nordischen Hütehundes.




