Ursprung
Woher kommt er?
Der Beauceron, auch Berger de Beauce oder Bas-Rouge genannt, ist ein alter französischer Schäferhund aus der Ebene. Die Rasse ist seit dem Ende des 19. Jahrhunderts anerkannt, mit einem ersten offiziellen Auftreten 1896 auf einer Hundeausstellung. Sie stammt aus einer von den Schäfern betriebenen Selektion, die die am besten zur Führung und Bewachung der Herden geeigneten Tiere behielten, was einen arbeitsamen, ausdauernden und sehr selbstsicheren Hund geformt hat.
Aussehen
Wie sieht er aus?
Der Beauceron ist ein großer, robuster, muskulöser und kräftiger Hund, ohne Schwerfälligkeit. Sein Körper ist leicht länger als hoch, mit einem gut ausgeprägten Widerrist und einer hohen, breiten und langen Brust. Sein Kopf ist lang und gut gemeißelt, die Augen sind dunkel und oval, und die Ohren werden je nach Individuum halb aufgerichtet oder hängend getragen. Sein Haar ist kurz, grob und hart, am Kopf glatt anliegend und am Körper etwas länger. Das bekannteste Haarkleid ist schwarz und lohfarben, genannt Bas-Rouge, aber es gibt auch eine Harlekin-Variante mit grauen und schwarzen Flecken mit lohfarbenen Abzeichen.
Charakter
Temperament und Charakter
Der Beauceron ist ein ruhiger, mutiger, sehr loyaler Hund und tief an sein Zuhause gebunden. Sein Erbe als Hüte- und Wachhund macht ihn zu einem verantwortungsbewussten, beschützenden und von Natur aus abschreckenden Begleiter. Er zeigt sich seiner Familie gegenüber anhänglich, in der Beziehung oft sensibel, bleibt jedoch Fremden gegenüber misstrauisch und muss die Person respektieren, die ihn führt, um das Beste aus sich herauszuholen.
Zusammenleben
Zusammenleben mit Kindern und Tieren
Aktiv und ausdauernd braucht der Beauceron Platz, Bewegung und täglich klare Aufgaben. Er arbeitet gern, bewacht seine Umgebung und begleitet einen präsenten und dynamischen Halter. Längere Isolation und ein zu passives Leben verträgt er schlecht, da mangelnde Stimulation eine zu dominante Haltung oder eine schwer zu kanalisierende Frustration begünstigen kann.
Erziehung
Erziehung und Sozialisierung
Die Erziehung des Beauceron muss frühzeitig, konsequent, fest und stets frei von Brutalität sein. Dieser intelligente Hund gehorcht wirklich nur einer Person, die seinen Respekt und sein Vertrauen gewonnen hat. Die Sozialisierung von klein auf ist wesentlich, insbesondere um ihm zu helfen, andere Tiere und Unbekannte besser zu akzeptieren. Mit einem klaren Rahmen und einem erfahrenen oder gut begleiteten Halter wird er zu einem sehr zuverlässigen Arbeits- und Lebenspartner.
Budget
Preis & Budget für Beauceron
Der Kaufpreis des Beauceron variiert je nach Herkunft, dem Ruf der Zucht und der Qualität der Linie. Über den anfänglichen Preis hinaus sollte man vor allem die Kosten eines großen aktiven Hundes einplanen, mit einer reichlichen Fütterung, einer regelmäßigen gesundheitlichen Betreuung und einer robusten Ausstattung.
Kosten im Detail ansehenGesundheit
Gesundheit auf einen Blick
Der Beauceron ist insgesamt ein sehr robuster Hund, Ergebnis einer langen utilitaristischen Selektion. Er bewahrt oft lange seine Vitalität und verträgt klimatische Schwankungen gut. Wie viele große aktive Hunde erfordert er jedoch eine besondere Wachsamkeit hinsichtlich des Bewegungsapparats, der Augen und des Risikos einer Magendrehung.
Vorsorge & wichtige HinweiseErnährung
Richtig füttern
Der Beauceron benötigt eine reichhaltige und gut verdauliche Ernährung, angepasst an sein großes Format, seine Muskelmasse und sein Aktivitätsniveau. Die Qualität der Ration zählt ebenso sehr wie die Menge, denn dieser Hund ist zugleich verfressen, sportlich und potenziell empfindlich gegenüber dem Risiko einer Magendrehung.
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Anekdoten und Beliebtheit
Der Beauceron hat auch die französische Populärkultur geprägt. Man findet ihn insbesondere unter dem Namen Sorbonne in der Serie Angélique, wo er seinem Herrn treu zur Seite steht, sowie als Garde-à-vous im Film Tatie Danielle. Seine Spitznamen Berger de Beauce und Bas-Rouge erinnern zugleich an sein Herkunftsgebiet und an seine charakteristischen lohfarbenen Abzeichen an den Gliedmaßen.




