Ursprung
Woher kommt er?
Die Geschichte des Berger Blanc Suisse beginnt in Deutschland um 1890, als Max von Stephanitz damit beginnt, den Typ des Deutschen Schäferhundes festzulegen. In bestimmten Linien tauchen weiße Welpen auf, doch diese Farbe wird schließlich aus dem Standard des Deutschen Schäferhundes ausgeschlossen und die betroffenen Tiere werden in Europa nach und nach ausgesondert. Die weiße Varietät hält sich jedoch in Nordamerika, insbesondere in den Vereinigten Staaten und in Kanada, bevor sie wieder in Europa eingeführt wird. Ab den 1980er Jahren bilden sich Züchterclubs. Die Schweiz übernimmt anschließend das Dossier zur internationalen Anerkennung der Rasse, die von der FCI im Januar 2003 standardisiert und dann 2011 unter der Nummer 347 endgültig anerkannt wird.
Aussehen
Wie sieht er aus?
Der Berger Blanc Suisse ist ein kräftiger, gut bemuskelter und harmonischer Hund, dessen Silhouette an die des Deutschen Schäferhundes erinnert, dabei jedoch leicht länger gestreckt ist. Sein keilförmiger Kopf weist einen wenig gewölbten Schädel, einen mäßigen Stop, eine in der Regel schwarze Nase und mandelförmige Augen in mehr oder weniger dunklem Braun auf. Seine dreieckigen, hoch angesetzten Ohren sind aufgerichtet und nach vorn gerichtet. Sein Rücken ist horizontal und seine buschige Rute, tief angesetzt und säbelförmig getragen, kann unter das Sprunggelenk reichen. Sein doppeltes, mittellanges oder langes Haarkleid ist stets vollständig weiß.
Charakter
Temperament und Charakter
Sehr an seine Besitzer gebunden, ist der Berger Blanc Suisse sanft, aufmerksam, neugierig und besonders intelligent. Er sucht die Nähe des Menschen und zeigt sich gern verspielt. Aggressivität gehört nicht zum vom Standard erwarteten Temperament. Gut sozialisiert, lebt er in der Regel mit Kindern und anderen Tieren zusammen. Wachsam und beschützend, kann er ein guter Wächter sein, ohne sich übermäßig hart zeigen zu müssen. Seine große Sensibilität und seine geringe Unabhängigkeit machen ihn jedoch anfällig für Einsamkeit.
Zusammenleben
Zusammenleben mit Kindern und Tieren
Im Alltag nimmt dieser Schäferhund gerne am Familienleben teil und beobachtet die Aktivitäten seiner Angehörigen. Er braucht regelmäßige Spaziergänge, Spiele, Lernphasen und Gelegenheiten, sich im Freien auszupowern. Ein Garten ist angenehm, ersetzt aber weder Ausflüge noch Interaktionen. Er kann sich an verschiedene Lebensumfelder anpassen, wenn er seiner Familie nahe bleibt, aber ein Leben in einer Wohnung mit langen Tagen allein passt nicht zu ihm. Sein Wachinstinkt und seine Neigung zu vokalisieren erfordern ebenfalls einen kohärenten Rahmen.
Erziehung
Erziehung und Sozialisierung
Seine Intelligenz und seine Arbeitsfreude erleichtern das Lernen, vorausgesetzt, man wendet eine feste, konsequente und sanfte Methode an. Brutale Korrekturen sind bei diesem sensiblen Hund kontraproduktiv. Die Sozialisierung, die Gewöhnung an Abwesenheiten und das Erlernen von Ruhe müssen sehr früh beginnen, um Hyperanhänglichkeit vorzubeugen. Es ist von Vorteil, wenn er nach und nach verschiedene Menschen, Tiere, Umgebungen und vielfältige Geräusche kennenlernt. Vielseitig kann er Gehorsam, Fährtenarbeit, Hundesport und verschiedene Aufgaben im Nutzdienst ausüben, insbesondere die Suche oder die Patrouille.
Budget
Preis & Budget für Weißer Schweizer Schäferhund
Der Anschaffungspreis variiert je nach Qualität der Selektion, den Gesundheitsuntersuchungen der Eltern, dem Stammbaum, dem Ruf der Zucht, der Bestimmung des Welpen und den enthaltenen Garantien. Ein stimmiger Preis muss mit einer Identifikation, Gesundheitsdokumenten, transparenten Informationen über die Zuchttiere und einer seriösen Betreuung durch den Züchter einhergehen.
Kosten im Detail ansehenGesundheit
Gesundheit auf einen Blick
Der Berger Blanc Suisse ist insgesamt robust und kann bis zu etwa 14 Jahre alt werden, aber seine Zucht erfordert besondere Aufmerksamkeit für die Gelenke, die Augen und bestimmte erbliche Erkrankungen. Die mit dem MDR1-Gen verbundene Medikamentenempfindlichkeit muss dem Tierarzt vor jeder Verschreibung bekannt sein. Eine regelmäßige Vorbeugung gegen Zecken und Flöhe, ein stabiles Gewicht und eine jährliche Kontrolle tragen dazu bei, seine Gesundheit zu erhalten.
Vorsorge & wichtige HinweiseErnährung
Richtig füttern
Der Berger Blanc Suisse benötigt eine vollständige, leicht verdauliche und an sein Alter, sein Gewicht und seine Aktivität angepasste Ernährung. Eine hohe Qualität tierischer Proteine und ein kontrollierter Anteil verwertbarer Kohlenhydrate entsprechen seinem Profil als großer aktiver Hund. Die Ration muss seine Muskulatur unterstützen, ohne das Wachstum übermäßig zu beschleunigen oder Übergewicht zu begünstigen.
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Anekdoten und Beliebtheit
Der Berger Blanc Suisse wurde lange Zeit Amerikanischer Weißer Schäferhund oder Kanadischer Weißer Schäferhund genannt, in Anlehnung an die Linien, die seine Erhaltung ermöglicht haben. Sein deutscher Name ist Weisser Schweizer Schäferhund und sein englischer Name White Swiss Shepherd Dog. Trotz seiner offensichtlichen Ähnlichkeit mit dem weißen Deutschen Schäferhund ist er heute eine eigenständige, von der FCI unter der Nummer 347 anerkannte Rasse.




