Ursprung
Woher kommt er?
Früher Chien de Berger français de Plaine genannt, erhält der Berger de Brie seine heutige Bezeichnung Ende des XVIII. Jahrhunderts, insbesondere mit seiner Erwähnung im "Cours complet d'agriculture" des Abbé Rozier. Wahrscheinlich aus Kreuzungen zwischen alten Hütehunden und dem Barbet hervorgegangen, hat er sich beim Treiben, Bewachen und Schützen der Herden ausgezeichnet. Er diente auch in der französischen Armee während der Zwischenkriegszeit. Noch heute arbeitet er an der Seite der Schäfer und wird zugleich als Begleithund geschätzt. Die Fédération Cynologique Internationale hat die Rasse am 14. Dezember 1954 endgültig anerkannt, unter der Nummer 113, und der derzeit gültige Standard wurde am 4. November 2008 veröffentlicht.
Aussehen
Wie sieht er aus?
Der Berger de Brie ist ein großer, solide gebauter Hund, muskulös und kräftig, aber geschmeidig und harmonisch proportioniert. Sein Rücken ist gerade, seine Lende kurz und fest, seine Kruppe leicht abgerundet und seine Brust breit und lang. Sein kräftiger und länglicher Kopf trägt einen Bart, einen Schnurrbart und Haare, die die Augen teilweise bedecken. Seine ovalen Augen sind groß und dunkel, während seine hoch angesetzten Ohren relativ kurz sind und mit langen Fransen versehen. Sein langes, geschmeidiges und trockenes Haarkleid erinnert an Ziegenhaar und wird von einer leichten Unterwolle begleitet. Zu den zugelassenen Farben gehören Schwarz, Falb, falb mit schwarzer Schattierung, Grau und Blau. Seine lange Rute, in Ruhe tief getragen, bildet an ihrer Spitze einen leichten Haken.
Charakter
Temperament und Charakter
Der Berger de Brie besitzt ein ausgeglichenes, ruhiges und sanftes Temperament, verbunden mit einer starken Persönlichkeit. Seinen Angehörigen gegenüber loyal und von Natur aus misstrauisch gegenüber Fremden, zeigt er sich beschützend, ohne aggressiv oder ängstlich zu sein. Seine Vergangenheit als Hütehund erklärt seinen Wachinstinkt und seine Wachsamkeit. Er kann ein aufmerksamer Begleiter bei Kindern sein, wenn die Interaktionen respektvoll und begleitet sind, doch eine frühe Sozialisierung ist unerlässlich, insbesondere mit anderen Tieren.
Zusammenleben
Zusammenleben mit Kindern und Tieren
Zu Hause ist der Berger de Brie in der Regel ausgeglichen, wenn er ausreichend beschäftigt wird. Er braucht lange tägliche Ausgänge, regelmäßigen Kontakt mit seiner Familie und Beschäftigungen, die seine Intelligenz fordern. Spielerisch und sportlich schätzt er gemeinsame Aktivitäten, aber seine große Größe erfordert, übermäßige Anstrengungen zu vermeiden, besonders während des Wachstums. Sein Schutzinstinkt und seine Neigung, Ereignisse zu melden, können ihn recht stimmfreudig machen. Ein großer eingezäunter Außenbereich passt besser zu ihm als eine beengte Unterkunft, ohne die Spaziergänge zu ersetzen.
Erziehung
Erziehung und Sozialisierung
Intelligent und loyal lernt der Berger de Brie gut, aber sein ausgeprägter und manchmal sturer Charakter erfordert eine konsequente, feste Erziehung ohne Brutalität, die auf positiver Verstärkung basiert. Die Regeln müssen früh festgelegt und konsequent angewendet werden. Eine sorgfältige Sozialisierung von jungem Alter an hilft, übermäßiges Misstrauen gegenüber Fremden und unerwünschte Reaktionen gegenüber Artgenossen oder anderen Tieren zu verhindern. Rückruf, Leinenführigkeit, das Management des Bellens und Ruhe müssen schrittweise erarbeitet werden.
Budget
Preis & Budget für Briard
Der Anschaffungspreis variiert je nach Qualität der Zucht, dem Pedigree, den an den Zuchttieren durchgeführten Gesundheitsuntersuchungen, der Linie und dem Verwendungszweck des Welpen. Die Anfangskosten müssen durch ein regelmäßiges Budget ergänzt werden, das an einen großen Hund angepasst ist.
Kosten im Detail ansehenGesundheit
Gesundheit auf einen Blick
Rustikal und insgesamt robust, verträgt der Berger de Brie Kälte und Unwetter gut. Er weist jedoch Veranlagungen für bestimmte Erkrankungen auf, insbesondere die Magendrehung, die Hüftdysplasie und die Hemeralopie. Eine Zucht, die auf Vorsorgeuntersuchungen achtet, ein kontrolliertes Wachstum, eine angepasste Ernährung und eine regelmäßige tierärztliche Betreuung tragen dazu bei, seine Gesundheit zu erhalten.
Vorsorge & wichtige HinweiseErnährung
Richtig füttern
Die Ernährung des Berger de Brie muss seine große Größe, seine Aktivität und seine Muskelmasse unterstützen, ohne ein zu schnelles Wachstum oder eine Gewichtszunahme zu begünstigen. Eine vollständige, leicht verdauliche und an sein Lebensstadium angepasste Ration ist unerlässlich.
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Anekdoten und Beliebtheit
Der Berger de Brie ist auch unter dem Namen Briard bekannt. Seine frühere Bezeichnung als Chien de Berger français de Plaine erinnert an seine historische Bestimmung als Treiber und Hüter von Herden. Die Rasse wurde auch von der französischen Armee in der Zwischenkriegszeit eingesetzt. Seine Silhouette ist sofort erkennbar an seinem langen, trockenen Haarkleid, an seinem Bart, an seinem Schnurrbart und an den Strähnen, die seine Augen teilweise bedecken.




