Ursprung
Woher kommt er?
Ursprünglich aus Russland stammend, ist der Barsoi seit mehreren Jahrhunderten präsent und soll aus alten Windhunden, insbesondere Hunden vom Saluki-Typ, geformt worden sein, um Wild auf weiten Territorien zu verfolgen. Lange Zeit mit dem russischen Adel und den großen Parforcejagden verbunden, erscheint er in historischen Berichten bereits seit dem Mittelalter, und wird dann ab dem 17. Jahrhundert genauer beschrieben. Die Abschaffung der Leibeigenschaft im Jahr 1861, dann die russische Revolution von 1917, führen zu einem starken Rückgang seiner Bestände in seinem Herkunftsland. Sein Export nach England, Frankreich und in die Vereinigten Staaten ermöglicht es jedoch, die Rasse zu erhalten. Die Fédération Cynologique Internationale erkennt den Barsoi am 13. Januar 1956 endgültig unter der Nummer 193 in der Gruppe 10 der Windhunde an.
Aussehen
Wie sieht er aus?
Der Barzoï besitzt eine hohe, trockene, langgestreckte und harmonische Silhouette, mit einem kräftigen Knochenbau ohne Schwere und einer tiefen Brust, die bis zu den Ellbogen reicht. Sein langer und schmaler Kopf, mit einem nahezu fehlenden Stop, setzt sich in einem feinen Fang fort. Seine mandelförmigen, weit auseinanderstehenden Augen verleihen ihm einen sanften und aufmerksamen Ausdruck. Die kleinen, feinen Ohren sind hoch angesetzt, während die lange, tief angesetzte Rute säbelförmig getragen wird. Sein mittellanges, seidiges, leichtes, glänzendes und oft gewelltes Haar wird um den Hals herum üppiger. Zahlreiche Farben sind zugelassen, insbesondere weiße, falbe, gestromte oder schwarze in Verbindung mit Weiß, mit Ausnahme von Blau und Braun.
Charakter
Temperament und Charakter
Sehr ruhig, ausgeglichen und sensibel in seinem Zuhause, beobachtet der Barzoï gern seine Umgebung, bevor er handelt. Er knüpft eine enge Beziehung zu seinem Herrchen und schätzt eine respektvolle Präsenz, ohne Grobheit. Sein Verhalten verändert sich deutlich, wenn eine Bewegung seinen Verfolgungsinstinkt auslöst: Er wird dann schnell, ungestüm und entschlossen. Eher zurückhaltend als demonstrativ, kann er sich stur zeigen und ist nicht immer sehr verspielt mit Kindern. Eine frühe Sozialisierung hilft, gelassene Beziehungen zu Unbekannten und anderen Tieren zu entwickeln, ohne seinen Jagdinstinkt verschwinden zu lassen.
Zusammenleben
Zusammenleben mit Kindern und Tieren
Im Alltag versteht es der Barzoï, sich im Haus zurückhaltend und ruhig zu verhalten, sobald sein Bewegungsbedarf gedeckt ist. Er braucht regelmäßige Ausgänge und vor allem Gelegenheiten, in einem großen, sicheren und vollständig eingezäunten Bereich mit hoher Geschwindigkeit zu laufen. Sein Jagdtrieb erfordert Vorsicht in der Nähe von Straßen und gegenüber kleinen Tieren. Ein Haus mit eingezäuntem Garten passt besonders gut zu ihm, aber das Leben in einer Wohnung bleibt für einen sehr verfügbaren Besitzer möglich, der jeden Tag Spaziergänge und passende Auslastungseinheiten organisiert.
Erziehung
Erziehung und Sozialisierung
Die Erziehung des Barzoï muss früh beginnen, mit konsequenten Regeln, viel Sanftheit und kurzen Einheiten, die seine Motivation erhalten. Intelligent, aber unabhängig und sensibel, reagiert er schlecht auf brutale oder repetitive Methoden. Der Rückruf muss vorrangig trainiert werden, wobei man im Hinterkopf behalten sollte, dass er schwer zu erreichen sein kann, wenn eine Spur oder eine Beute seine Aufmerksamkeit fesselt. Die Schleppleine, die Belohnung und die schrittweise Steigerung in eingezäunten Bereichen sind wesentliche Hilfsmittel. Die Sozialisierung muss Menschen, Hunde, verschiedene Umgebungen und, falls nötig, die anderen Tiere im Haushalt einschließen.
Budget
Preis & Budget für Barsoi
Der Preis eines Barzoï hängt von der Qualität der Linie, dem Stammbaum, dem Ruf der Zucht, den bei den Zuchttieren durchgeführten Untersuchungen und der Bestimmung des Hundes ab, Begleitung, Ausstellung oder Zucht. Das Unterhaltsbudget entspricht dem eines großen Hundes und muss eine hochwertige Ernährung sowie eine vorbeugende tierärztliche Betreuung einschließen.
Kosten im Detail ansehenGesundheit
Gesundheit auf einen Blick
Der Barzoï ist im Allgemeinen robust, aber seine große Größe, seine tiefe Brust und seine Windhund-Morphologie erfordern eine gezielte Überwachung. Eine hochwertige Ernährung, ein stabiles Gewicht, eine gut dosierte Aktivität während des Wachstums und eine regelmäßige tierärztliche Betreuung tragen dazu bei, die Risiken für Gelenke, Verdauung und Augen zu begrenzen.
Vorsorge & wichtige HinweiseErnährung
Richtig füttern
Der Barzoï ist nicht immer ein großer Fresser, aber er braucht eine vollständige, leicht verdauliche und an sein Format angepasste Ernährung. Die Qualität der Proteine, das Mineralstoffgleichgewicht und die Kontrolle der Energiezufuhr sind besonders wichtig während des Wachstums.
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Anekdoten und Beliebtheit
Der Name Barzoï stammt von einem russischen Begriff, der Schnelligkeit ausdrückt. Dieser Windhund kann in der Spitze über 55 km/h erreichen. Er war eng mit der russischen Aristokratie verbunden und mehrere Zaren, darunter Iwan der Schreckliche, Peter der Große und Nikolaus II., besaßen ihn. Schriftsteller wie Puschkin und Turgenjew haben ebenfalls zu seinem kulturellen Ruhm beigetragen. Die Rasse ist auch unter den Namen Russischer Windhund und Russkaya Psovaya Borzaya bekannt.




