Ursprung
Woher kommt er?
Der Billy stammt von den alten „weißen Hunden des Königs“ ab, französischen Linien, die über mehr als zwei Jahrhunderte die königlichen Meuten bildeten. Im 19. Jahrhundert entwickelte Gaston Hublot de Rivault die Rasse im Poitou aus Hunden wie dem Montembeuf und dem Céris, und gab ihr dann den Namen seines Anwesens Billy, das in der Nähe von Poitiers liegt. Die Fédération Cynologique Internationale erkennt die Rasse seit 1963 an und der derzeit gültige offizielle Standard wurde am 28. Dezember 1973 veröffentlicht. Der Billy bleibt ein seltener Laufhund, hauptsächlich für die Parforcejagd und die Arbeit im Rudel selektiert.
Aussehen
Wie sieht er aus?
Der Billy ist ein großer, harmonischer Laufhund, der Kraft, Eleganz und Leichtigkeit vereint. Sein Körper von mittlerer Länge weist einen kräftigen Rücken, eine gut herabreichende Brust, ziemlich flache Rippen und eine abfallende Kruppe auf. Sein feiner und trockener Kopf mit leicht gewölbter Stirn trägt dunkle und lebhafte Augen sowie flache Ohren von mittlerer Größe, die hoch angesetzt sind. Sein sehr kurzes, manchmal glattes Haar ist hart und dicht. Das Haarkleid kann vollständig weiß, café au lait oder weiß mit hellorangefarbenen oder zitronenfarbenen Abzeichen sein. Seine lange Rute ist kräftig und kann ziemlich gut behaart sein.
Charakter
Temperament und Charakter
Aktiv, intelligent und sehr ausdauernd, ist der Billy seinem Herrchen tief verbunden und angenehm im Umgang mit seiner Familie. Er schätzt besonders Kinder, wenn sie seine Bedürfnisse und seinen Raum respektieren. Sein Jagdinstinkt, seine Spürnase und seine Hartnäckigkeit sind sehr ausgeprägt. Im Allgemeinen wenig bissig und mäßig beschützend, ist er nicht für die Bewachung bestimmt. Eine frühe Sozialisierung ist wichtig, da seine Beziehungen zu anderen Hunden heikel sein können und sein Verfolgungsinstinkt Vorsicht im Umgang mit kleinen Tieren erfordert.
Zusammenleben
Zusammenleben mit Kindern und Tieren
Der Billy muss jeden Tag laufen, schnüffeln und lange Strecken zurücklegen. Einfache hygienische Spaziergänge reichen für sein Gleichgewicht nicht aus. Er blüht auf dem Land auf, bei einem verfügbaren Halter, der ihm lange Ausflüge, Fährtenarbeit und einen sicheren Rahmen bietet. Zu Hause kann er nach ausreichender Auslastung ruhig sein, aber Langeweile und Inaktivität begünstigen Lautäußerungen, Frustration und Fluchtversuche. Das Leben in einer Wohnung und lange wiederholte Abwesenheiten sind für ihn wenig geeignet.
Erziehung
Erziehung und Sozialisierung
Die Erziehung des Billy muss früh beginnen und auf Beständigkeit, ruhiger Konsequenz und motivierenden Belohnungen beruhen. Seine Intelligenz erleichtert das Lernen, aber seine Selbstständigkeit als Laufhund und die Stärke seines Jagdinstinkts können den Rückruf erschweren. Dieser muss schrittweise an geschlossenen Orten trainiert werden, bevor er in offenen Bereichen frei laufen darf. Eine hochwertige Sozialisierung mit ausgeglichenen Hunden hilft, Spannungen zwischen Artgenossen zu begrenzen. Brutale Methoden sind zu vermeiden, da sie das Vertrauen beeinträchtigen, ohne die Kooperation zu verbessern.
Budget
Preis & Budget für Billy
Der Billy ist eine seltene französische Rasse, deren Preis vor allem von der Qualität der Zucht, dem Stammbaum, der Gesundheitsauswahl und den Fähigkeiten der Vorfahren abhängt. Die Anschaffungskosten stellen nur einen Teil des Budgets dar, denn dieser große aktive Hund erfordert eine hochwertige Ernährung, Fahrten, robustes Material und eine regelmäßige tierärztliche Betreuung.
Kosten im Detail ansehenGesundheit
Gesundheit auf einen Blick
Der Billy ist ein rustikaler und im Allgemeinen robuster Hund. Seine Gesundheit hängt vor allem von einer gut vorbereiteten Aktivität, einer an seinen Energieverbrauch angepassten Ernährung und einer aufmerksamen Überwachung nach Ausflügen in unwegsamem Gelände ab. Wie bei jedem großen sportlichen Hund verdienen die Gelenke, die Ballen, die Ohren und die Verdauung eine regelmäßige Aufmerksamkeit.
Vorsorge & wichtige HinweiseErnährung
Richtig füttern
Dieser große Laufhund benötigt eine vollständige, leicht verdauliche und an sein tatsächliches Aktivitätsniveau angepasste Ernährung. Die Ausgaben eines Billy, der bei der Jagd eingesetzt wird, können deutlich höher sein als die eines Hundes in Ruhe. Die Zufuhr muss sich daher je nach Saison schrittweise entwickeln, ohne dauerhaften Überschuss an Fetten oder Proteinen.
Unsere ErnährungstippsWussten Sie schon?
Anekdoten und Beliebtheit
Der Name der Rasse stammt nicht von einem englischen Vornamen, sondern vom Gut Billy, nahe Poitiers, wo Gaston Hublot de Rivault die Rasse im 19. Jahrhundert festlegte. Als Erbe der alten weißen Hunde der königlichen Meuten kann der Billy während eines Jagdtages mehrere Dutzend Kilometer zurücklegen. Sein helles Haarkleid und seine schlanke Erscheinung erinnern an diese alte französische Selektion für die Arbeit in offenem Gelände.




