Ursprung
Woher kommt er?
Der Anglo-Français de Petite Vènerie stammt aus Kreuzungen zwischen französischen und englischen Laufhunden, insbesondere dem Petit Bleu de Gascogne, dem Porcelaine, dem Poitevin und dem Harrier. Zunächst Petit Anglo-Français genannt, erhielt er seinen heutigen Namen bei der Veröffentlichung seines ersten Standards im Jahr 1978. Die Fédération Cynologique Internationale erkannte ihn am 26. Januar 1983 endgültig unter der Nummer 325 in Gruppe 6 an. Hauptsächlich für die Verfolgung des Hasen selektiert, wird er auch bei der Parforcejagd oder bei der Schussjagd auf anderes Wild eingesetzt, darunter Reh und Wildschwein.
Aussehen
Wie sieht er aus?
Von mittlerer Größe, zeigt der Anglo-Français de Petite Vènerie einen robusten, ausgewogenen und nicht schweren Körperbau. Sein eher langer Kopf trägt einen leicht gewölbten Schädel, einen wenig ausgeprägten Stop, einen mäßig verlängerten Fang und eine gut pigmentierte Nase. Seine großen braunen Augen drücken Sanftmut und Lebhaftigkeit aus. Die Ohren sind fein, geschmeidig, leicht gedreht und unterhalb der Augenlinie angesetzt. Der Rücken ist gerade und fest, die Lenden sind kurz und muskulös, die Kruppe leicht abfallend und die Brust gut herabreichend. Die Rute, mäßig lang und eher fein, ist mit reichlichem Haar versehen. Das Haar ist kurz, glatt und dicht. Das Haarkleid kann zweifarbig weiß und orange mit tabakfarbener Nase sein, oder dreifarbig weiß und schwarz mit lohfarbenen Abzeichen und einer schwarzen Nase.
Charakter
Temperament und Charakter
Mutig, arbeitsfreudig und intelligent ist der Anglo-Français de Petite Vènerie vor allem ein ausdauernder und schneller Jagdhund. Daran gewöhnt, im Rudel zu arbeiten, kooperiert er bereitwillig mit seinen Artgenossen. Mit seinem Herrchen zeigt er sich freundlich, folgsam und anhänglich, ohne übermäßig abhängig zu sein. Der Standard sucht ein ausgeglichenes Temperament, weder aggressiv noch ängstlich. Sein sehr ausgeprägter Jagdinstinkt und sein geringes Interesse am Wachen müssen jedoch im Alltag berücksichtigt werden.
Zusammenleben
Zusammenleben mit Kindern und Tieren
Sehr aktiv, braucht dieser Hund jeden Tag lange Ausgänge, olfaktorische Erkundung und anhaltende körperliche Aktivitäten. Ein ländliches Leben oder der Zugang zu einem gut eingezäunten Gelände passen ihm besser als eine Wohnung. Er kann sich an eine städtische Umgebung nur anpassen, wenn seine Bedürfnisse nach Auslastung und Stimulation vollständig erfüllt sind. Gesellig mit anderen Hunden dank seines Erbes als Meutehund, muss er früh an kleine Tiere gewöhnt werden, denen sein Verfolgungsinstinkt ihn nachzugehen verleiten kann.
Erziehung
Erziehung und Sozialisierung
Intelligent und eher gehorsam lernt der Anglo-Français de Petite Vènerie mit einer konsequenten, positiven und regelmäßigen Erziehung gut. Die Sozialisierung muss bereits im jüngsten Alter beginnen und vielfältige Begegnungen mit Menschen, Hunden und anderen Tieren einschließen. Der Rückruf verdient aufgrund seines starken Jagdinstinkts eine besonders gründliche Arbeit. Kurze, dynamische und auf Kooperation basierende Einheiten liefern bessere Ergebnisse als brutale Methoden, die das Vertrauen beeinträchtigen können.
Budget
Preis & Budget für Anglo-Französischer Laufhund
Die Anschaffungskosten hängen hauptsächlich von der Zucht, dem Stammbaum, der Qualität der Jagdlinie, dem Alter und der Verfügbarkeit der Welpen ab. Zum Kaufpreis müssen die Tierarztkosten, die Ernährung, die Ausrüstung und die Sicherung des Lebensumfelds hinzugefügt werden.
Kosten im Detail ansehenGesundheit
Gesundheit auf einen Blick
Der Anglo-Français de Petite Vènerie ist im Allgemeinen widerstandsfähig und verfügt über eine robuste Gesundheit. Keine größere erbliche Veranlagung wird für die Rasse besonders gemeldet. Wie jeder aktive Laufhund muss er dennoch regelmäßig kontrolliert werden, insbesondere nach Ausflügen in die Vegetation oder auf unwegsamem Gelände.
Vorsorge & wichtige HinweiseErnährung
Richtig füttern
Seine Ernährung muss den Bedarf eines sehr aktiven Laufhundes decken, ohne in Ruhephasen einen Kalorienüberschuss zu verursachen. Die Ration variiert stark je nach Alter, Gewicht, Jahreszeit, Arbeitsintensität und Körperkondition.
Unsere ErnährungstippsWussten Sie schon?
Anekdoten und Beliebtheit
Seine Bezeichnung Petite Vènerie beschreibt nicht seine Größe, die mittel bleibt, sondern die Art des Wildes, das traditionell in der petite vènerie gejagt wird, hauptsächlich der Hase. Die Rasse trug den Namen Petit Anglo-Français vor der Annahme ihrer heutigen Bezeichnung im Jahr 1978. Seine Schnelligkeit, seine Ausdauer und seine Eignung für die Arbeit im Kollektiv erklären seinen Ruf bei den Jagdmeuten.




