Lebenserwartung
Lebenserwartung
Seine übliche Lebenserwartung liegt zwischen 10 und 12 Jahren, was für einen Hund dieser Größe ehrenwert ist. Eine stabile Körperkondition, regelmäßige Bewegung ohne Übermaß und eine vorbeugende tierärztliche Betreuung fördern ein langes und aktives Leben.
Konstitution
Eine robuste Rasse?
Seine kräftige Konstitution, sein rustikales Fell und seine Herkunft als Hofhund verleihen ihm eine gute allgemeine Robustheit. Diese Solidität darf weder die erhebliche Belastung seiner Gelenke noch die mit Hunden mit tiefem Brustkorb verbundenen Risiken verdecken.
Wichtige Hinweise
Worauf Sie achten sollten
Eine besondere Überwachung sollte den Gang, die Beweglichkeit, das Gewicht, die Verdauung und die Augen betreffen. Jede anhaltende Lahmheit, Schmerzen beim Aufstehen, plötzliche Bauchaufblähung oder Augenbeschwerden rechtfertigt eine rasche tierärztliche Konsultation.
Hüftdysplasie : Diese Gelenkfehlbildung kann Schmerzen, Lahmheit und Arthrose verursachen; das Screening der Zuchttiere und ein kontrolliertes Wachstum verringern das Risiko.
Ellbogendysplasie : Sie kann die Beweglichkeit eines schweren Hundes dauerhaft beeinträchtigen und rechtfertigt bei Lahmheit der Vordergliedmaßen eine Untersuchung.
Übergewicht und Gelenkbeschwerden : Ein Übergewicht erhöht die Belastungen der Gelenke stark und muss durch eine abgemessene Ration und regelmäßige Aktivität verhindert werden.
Magen-Dilatation-Torsion : Große Hunde mit tiefem Brustkorb können betroffen sein; ein aufgeblähter Bauch, unproduktive Würge- oder Erbrechversuche oder Unruhe stellen einen Notfall dar.
Erkrankungen der Augenlider : Ein abnormes Einrollen des Augenlids kann die Hornhaut reizen; Tränenfluss, Rötung oder Augenschmerzen erfordern eine tierärztliche Untersuchung.
Klima
Kälte- und Hitzetoleranz
Sein kurzes Fell und seine Zucht in Südafrika ermöglichen es ihm, mäßige Wärme gut zu vertragen, vorausgesetzt, dass er über Wasser und Schatten verfügt und Anstrengungen in den heißen Stunden vermieden werden. Er verträgt eine angemessene Kälte, ist aber nicht dafür gemacht, bei eisigem oder feuchtem Wetter ohne geeigneten Unterschlupf lange draußen zu bleiben.
Gewicht
Neigung zu Übergewicht
Die Erhaltung einer athletischen Silhouette ist wesentlich, um Hüften, Ellbogen und die Wirbelsäule zu schützen. Die Portionen müssen abgewogen, Leckerlis mitgerechnet und die Ration an Alter, Aktivität und Körperzustand angepasst werden. Eine schnelle Gewichtszunahme sollte dazu führen, die Ernährung mit dem Tierarzt zu überprüfen.
Im Alltag
Gute Gewohnheiten, um ihn fit zu halten
- Hüften und Ellbogen kontrollieren lassen, besonders vor der Zucht.
- Ein stabiles Gewicht halten, um die Gelenke zu schonen.
- Die Ohren regelmäßig mit einem geeigneten Produkt untersuchen und reinigen.
- Ein- bis zweimal pro Woche bürsten und während des Fellwechsels täglich.
- Bei einem aufgeblähten Bauch oder unproduktiven Würge- bzw. Erbrechversuchen umgehend einen Tierarzt aufsuchen.
- Mindestens eine jährliche tierärztliche Untersuchung einplanen.
Impfung
Impfungen des Boerboel: Impfkalender
Welche Impfungen für einen Boerboel? Wie alle Hunde erhält der Boerboel ab einem Alter von 8 Wochen seine wichtigsten Impfungen: CHPPi (essentieller Impfstoff) und Leptospirose. Die Grundimmunisierung des Boerboel-Welpen erfolgt in mehreren Injektionen im Abstand von 4 Wochen, gefolgt von einer ersten Auffrischung nach 1 Jahr. Je nach Lebensweise (Jagd, Wandern, Pension, Reisen, Region) kann Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt das Schema um Impfungen gegen Tollwut, Zwingerhusten, Piroplasmose, Lyme-Krankheit und Leishmaniose ergänzen.
| Impfstoff | Grundimmunisierung | Erste Auffrischung | Dann | Für wen? |
|---|---|---|---|---|
CHPPi (essentieller Impfstoff)Grundimpfungen Staupe, Rubarth-Hepatitis, Parvovirose und Parainfluenza | 8 Wochen · 12 Wochen · 3 Monate | 1 Jahr | jährlich | Alle Tiere |
LeptospiroseGrundimpfungen Leptospirose (Bakterium, das durch den Urin von Nagetieren und stehende Gewässer übertragen wird) | 8 Wochen · 12 Wochen | 1 Jahr | jährlich | Alle Tiere |
TollwutJe nach Lebensweise Tollwut | 12 Wochen | 1 Jahr | jährlich | Obligatorisch für Reisen ins Ausland, kategorisierte Hunde, die meisten Tierpensionen und Ausstellungen |
ZwingerhustenJe nach Lebensweise Bordetella bronchiseptica und Parainfluenza | 8 Wochen | 1 Jahr | jährlich | Hunde, die Tierpensionen, Hundetagesstätten, Hundevereine und Ausstellungen besuchen |
PiroplasmoseJe nach Lebensweise Durch Zecken übertragene Babesiose | 5 Monate · 6 Monate | 1 Jahr | jährlich | Jagdhunde, Hunde, die in ländlichen oder bewaldeten Gebieten leben, Hunde mit sehr hoher Zeckenexposition |
Lyme-KrankheitJe nach Lebensweise Durch Zecken übertragene Borreliose | 12 Wochen · 3 Monate | 1 Jahr | jährlich | Wanderhunde, Jagdhunde, Waldgebiete im Osten und im Zentrum |
LeishmanioseJe nach Lebensweise Leishmaniose übertragen durch Sandmücken | 6 Monate | 1 Jahr und 6 Monate | jährlich | Hunde, die im Süden Frankreichs, auf Korsika und im Mittelmeerraum leben oder sich dort aufhalten |
Die Impfauffrischungen für den erwachsenen Boerboel erfolgen jährlich gegen Leptospirose und Tollwut; gegen Staupe, Hepatitis und Parvovirose reicht nach der ersten Auffrischung oft eine Auffrischung alle drei Jahre. Ihr Tierarzt passt den Rhythmus an das tatsächliche Risiko Ihres Hundes an.
Welche Auffrischungen für Ihren Boerboel?
Geben Sie das Alter Ihres Begleiters an: Wir zeigen Ihnen, welche Impfungen jetzt fällig sind und wann die nächsten Auffrischungen anstehen.
Richtig adoptieren
Einen gesunden Boerboel adoptieren
Vor der Zucht ist es ratsam, Hüften und Ellbogen beurteilen zu lassen, eine augenärztliche Untersuchung zu organisieren und die Herzgesundheit zu überwachen. Im Alltag sollte die jährliche tierärztliche Untersuchung das Gewicht, die Gelenke, die Haut, die Ohren und die Mundhöhle umfassen, mit erhöhter Häufigkeit beim Seniorhund.
Diese Informationen dienen nur zur Orientierung und ersetzen nicht den Rat eines Tierarztes. Bei jedem Zweifel an der Gesundheit Ihres Tieres wenden Sie sich an eine Fachperson.





